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Wohnungskatze oder Freigänger?

Wenn man sich dafür entscheidet, seiner Katze Freilauf zu bieten, sollte dieser gesichert sein. Ideal wären ein katzensicher umzäunter Garten oder eine ländliche Wohnlage mit wenig bis gar keinem Autoverkehr. In städtischen Gebieten, auch wenn diese verkehrsberuhigt sind, werden freilaufende Katzen mit schöner Regelmäßigkeit überfahren, da sie sich gerne unter Autos aufhalten und beim Überqueren von Straßen relativ unberechenbar sind. Wer in der Nähe von Wäldern oder Feldern wohnt, sollte auch an Gefahren durch Jäger und Wildtiere denken.

Auf jeden Fall sollte eine Katze mindestens 3 Monate alt sein und vor dem ersten Freilauf ca. 3 Wochen in der Wohnung oder im Haus gehalten werden, damit sie sich an die neue Umgebung und an die Bezugspersonen gewöhnt.

Später, also nach diesen 3 Wochen, könnten dann evtl. gemeinsame Spaziergänge im Garten und in der Umgebung stattfinden - am Anfang vielleicht mit einem Brustgeschirr damit sie sich nicht erschrickt und wegläuft. Manchmal reicht es auch schon aus, den Garten katzenausbruchsicher zu gestalten, denn nicht alle Katzen gehen automatisch auf Wanderschaft. Man kann es ihnen auch durchaus anders angewöhnen.

Enorm wichtig ist außerdem ein umfangreicher Impfschutz gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen, Leukose und Tollwut. Diese Impfungen sollten vorher ausgeführt werden, damit das Kätzchen einen guten Schutz gegen die Katzenkrankheiten hat. Und bitte auch an die Kastration und Kennzeichnung denken!

Gefüttert werden sollte sie auf jeden Fall weiterhin im Haus. Und an eine Katzentoilette ist ebenfalls zu denken. Vielleicht ist das Anbringen einer Katzenklappe auch noch eine gute Idee, damit das Tier immer raus und rein kann, wann es gerade will.

Die artgerechte Wohnung

Man kann einer Katze jedoch auch in einer Wohnung ein artgerechtes Leben bieten. Dies erfordert allerdings einiges vom Katzenhalter, denn die Wohnung sollte "katzengerecht" sein, d.h. für die Katze sicher und abwechslungsreich gestaltet.

Weiterhin eignet sich nicht jede Katze als Wohnungstiger. Günstige Kandidaten sind Rassekatzen, da diese durch lange Zuchtauswahl eher ruhige, menschenbezogene Vertreter ihrer Gattung sind. Natürlich ist auch eine normale Europäisch-Kurzhaar-Katze als Wohnungskatze geeignet. Es ist aber sinnvoll, dann eine Katze zu wählen, deren Vorfahren nicht schon seit Generationen wild oder halbwild (Bauernhof) leben. Sehr junge Tiere kann man noch umgewöhnen, aber eine halbwüchsige Bauernhofkatze wird in vielen Fällen in reiner Wohnungshaltung nicht zufrieden sein.

Katzen benötigen Liegeplätze, bevorzugt in verschiedenen Ebenen, damit sie von oben herab beobachten können. Katzen schlafen auch gerne mit im Bett, wobei das nicht zwingend erforderlich ist. Viele Katzen sind aber daran gewöhnt. Eine oder mehrere Kratzgelegenheiten sind unbedingt notwendig, ansonsten wird Ihr Sofa oder die Tapete herhalten müssen.

Auf giftige Zimmerpflanzen sollten Sie verzichten. Weiterhin brauchen Sie feste Plätze für Futter und Wasser sowie mindestens ein Katzenklo pro Katze.

Schön wäre es, wenn Wohnungskatzen mindestens zu zweit gehalten werden. Wer unbedingt nur eine Katze möchte, sollte sich für ein älteres Tier entscheiden, das sich mit anderen Katzen nicht verträgt und lieber allein sein möchte - dann wäre es aber wirklich wichtig, dass der Besitzer nicht ganztags berufstätig ist.

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