Tipps zur Erziehung
Hunde, die lange im Tierheim waren und noch nie in der Wohnung oder im Haus mit Menschen gelebt haben, kennen natürlich auch deren Regeln noch nicht.
Sie müssen lernen, dass ihr Geschäft nach draußen gehört und dass sich nicht alles zum Fressen und Zerkauen eignet.
Stubenreinheit
Versuchen Sie von Anfang an, dem Hund zuvor zu kommen, indem Sie sehr oft mit
ihm rausgehen, am besten alle 1-2 Stunden, bei Welpen evtl. noch öfter. Verrichtet der Hund sein Geschäft, sofort eine Party
veranstalten, ihn also ganz doll loben und streicheln.
Passiert das Geschäft in der Wohnung und Sie erwischen den Hund, sofort laut und deutlich AUS rufen und den Hund unterbrechen. Sofort rausgehen (nicht erst saubermachen). Macht der Hund draußen zu Ende, wieder loben, loben, loben.
Erwischen Sie den Hund mal nicht bei einem Malheur, ignorieren Sie es. Machen Sie es still weg und warten Sie auf das nächste Mal.
In Härtefällen kann nachts eine Schlafbox helfen, weil Hunde ihren Schlafplatz nicht beschmutzen möchten. Das Tier wird sich melden, wenn es
raus muss. Sie müssen es dann aber auch hören. Bei einem Welpen könnte man
also z.B. einen Wäschekorb nehmen oder um den Schlafplatz einen Kinderlaufstall
aufstellen, so dass der Welpe alleine nicht da rauskommt. Da das Tier seinen
Schlafplatz nicht beschmutzen möchte, wird es unruhig werden, wenn es raus
muss.
So können Sie dann schnell reagieren und es rausbringen. Bei Erfolg natürlich
wieder loben ohne Ende.
Wenn etwas danebengeht: Tipps zur Fleck-Entfernung
Urinflecken auf Teppich, Sofa & Matratze entfernt man am besten mit einem
professionellen Spezialreiniger wie Urine-Off. Eine 5%-Lösung Wasserstoffperoxid
ist auch sehr gut, bitte immer vorher an versteckter Stelle die Farbechtheit des
Materials testen!
Immer zuerst mit saugfähigem Küchenpapier so viel von der Flüssigkeit wie
möglich abtupfen. Was nicht eingezogen ist, kann auch später nicht riechen. Dann
das Reinigungsmittel großzügig nach Anleitung auftragen und trocknen lassen.
Danach evtl. Behandlung wiederholen (vor allem bei eingetrockneten Flecken
nötig) und dann mit klarem Wasser nachbehandeln und trocknen lassen.
Flecken von Kot oder Erbrochenem auf Teppichböden lassen sich prima mit den
im Handel erhältlichen Oxi-Reinigern entfernen. Auch hier bitte die Farbechtheit
vorher prüfen!
Wann soll man den Hund von der Leine lassen?
Bevor der neue Hausgenosse von der Leine darf, muss eine Bindung zu seinem neuen Menschen entstanden sein. Geben Sie dem Tier mindestens 4 Wochen dafür und beobachten Sie, ob sich ein Jagdtrieb zeigt. Üben Sie in der Zeit viel an der Laufleine mit Lob und Trockenfutter das Herkommen und Sitzen.
Haben Sie den Eindruck, dass das gut klappt, gehen Sie in einen eingezäunten Auslauf und versuchen Sie es ohne Leine.
Gehen Sie viel in der Umgebung mit dem Tier spazieren, damit es nach Hause findet, falls es mal abhanden kommt.
Von Anfang an
Stellen Sie für Sich von Anfang an feste Regeln auf, was der Hund darf und was nicht. Wie auch immer diese aussehen, stehen Sie konsequent dazu, vom ersten Tag an. Einmal eingebürgerte
Eigenschaften lassen sich relativ schwer wieder aberziehen. Erziehen Sie mit Konsequenz aber nicht mit Härte , sondern nur über positive Verstärkung,
d.h. Unerwünschtes wird mir "AUS!" oder Ignorieren untersagt und Positives wird sofort belohnt.
Hundesichere Wohnung
Denken Sie mal aus der Hundeperspektive. Was ist alles interessant und befindet sich auf Nasenhöhe? Machen Sie Ihre Wohnung so sicher wie möglich. Räumen Sie Medikamente und Reinigungsmittel weg und alle Gegenstände, die Ihnen lieb und wertvoll sind und sich zum Zerkauen eignen.
Vor allem Mülleimer sind beliebte Ziele für einen hungrigen oder gelangweilten
Hund.
Legen Sie Kabel möglichst hinter Möbel und ziehen Sie in der Anfangszeit frei zugängliche Stecker aus der Steckdose. Lassen Sie genug hundefreundliches Spielzeug liegen und auch mal einen Kauknochen zur Abwechslung. Machen Sie einen schönen Spaziergang, bevor Sie den Hund alleine lassen und steigern Sie die Zeitspanne langsam.
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